Grüne Bomben: Seedbombs selbstgemacht

Grüne Innenstädte erfreuen sich in den vergangen Jahren immer größerer Beliebtheit – und dazu kann jeder beitragen – mit sogenannten Seedbombs. Durch die kleinen, dunklen Samenkugeln kann man sich kurzzeitig wie ein echter Guerilla Gärtner fühlen und gleichzeitig der Natur ihren Weg durch karge Betonwüsten bahnen. Wir verraten ein ganz einfaches Rezept.

Durch die richtige Mischung bringen Seedbombs alles mit, damit auch auf kargen Flächen neues Leben entsteht. Man kann sie fertig im Handel kaufen oder auch einfach selbst herstellen. Das ist besonders für Kinder ein Riesenspaß und gleichzeitig sehr lehrreich. Für die Mischung aus Erde, Samen und Dünger braucht es gar keine außergewöhnlichen Zutaten. Das meiste haben Hobbygärtner sowieso daheim. Seedbombs bestehen im Regelfall aus Samen, Tonpulver und Erde.

Standort- und Samenwahl

Am besten überlegt man sich im Voraus wo, man seine Pflänzchen gedeihen lassen will. Denn die Standortwahl bestimmt auch den Samen zu einem gewissen Anteil. Ist der Standort sonnig oder eher schattig, wie ist die Bodenbeschaffenheit vor Ort. Je nachdem eignen sich einige Pflanzen mehr oder weniger. Grundsätzlich sollte man heimisches und samenfestes Saatgut exotischen Hybriden vorziehen. Sinn macht es auch auf die Bienenfreundlichkeit der Samen zu achten.

Seedbomb-Rezept

Für die Seedbombs mischt man torffreie Blumenerde und Tonpulver oder Heilerde zu etwa gleich großen Teilen. Lieber etwas mehr Ton als Blumenerde verwenden. Dazu kommen etwa 2 Teile Samen. Alle Zutaten in einer Schüssel vermischen und schrittweise wenig Wasser hinzufügen. Achtung, der Teig sollte nicht zu flüssig werden, so dass man daraus noch gut Kugeln formen kann. Zum Trocknen legt man die Seedbombs für zwei Tage an einen warmen Ort. Gut eignen sich zum Beispiel Eierkartons.

Hinweise zum Guerilla Gardening

Bei der Guerilla-Seedbomb Aktion selbst bitte unbedingt darauf achten, dass keine Gärten, Parks, Naturschutzgebiete beworfen werden. Privatgrundstücke sind generell tabu. Auch sollten Nachwuchs-Guerilla-Gärtner wissen, dass das bepflanzen öffentlicher Flächen ohne Genehmigung nicht legal ist.