Kartoffeln selber ziehen

Wundergemüse aus der Wohnung

Kartoffeln sind ein echtes Wundergemüse. Und das nicht nur in der Fairwindel, wo sie den Superabsorber nachhaltig ersetzen. In der Schweiz oder Österreich werden sie auch Erdäpfel genannt. Nachdem sie zunächst als giftig eingestuft wurde, zählt Deutschland heute zu den größten Anbauländern. Das geht soweit, dass sich die Deutschen Kartoffeln als Kosewort eingeheimst haben, weil sie angeblich so viel davon essen. Und das zurecht, denn die Knolle ist gesund und lecker. Grund genug also, sie auch in den eigenen vier Wänden anzubauen.

Saatkatoffeln geben Gas

Kartoffeln selber ziehen ist gar nicht so schwer. Das geht sogar ohne Garten im Topf auf dem Balkon oder sogar im Wohnzimmer. Zuerst braucht man Saatkartoffeln. Auch diese kann man sich selbst (ab März wer im Freiland pflanzt) in nährstoffreicher Komposterde vorkeimen. Der Lagerraum dafür sollte kühl und dunkel sein. Fertige Saatkartoffeln kann man auch im Fachhandel kaufen.

Ab April können Kartoffeln ins Freiland gesetzt werden – in Eimer, Säcke oder direkt in die Erde. Es gibt sogar extra Kartoffelpflanzeimer, die es ermöglichen, fertige Kartoffeln dank der seitlichen Öffnung im Innentopf, zu ernten und die Pflanze noch weiter wachsen zu lassen. Die Saatkartoffeln werden mit dem Austrieb nach oben 10 cm tief in gereiften Kompost gesetzt und mit Erde zugedeckt.

Entezeit

Wenn die ersten Triebe aus der Erde ragen, sollte man den Boden lockern und Unkraut jäten. Bei einer Wuchshöhe von 20 bis 30 Zentimeter wird weitere Erde angehäuft, so dass die wachsenden Knollen bedeckt bleiben. Das ist etwa alle zwei bis drei Wochen nötig. Nachdem das Grün der Pflanze verwelkt ist muss man sich noch etwa zwei Wochen gedulden. Dann ist Erntezeit.