Sprechen Sie Baby?

„Schreien ist gut, denn es stärkt die Lunge.“ An Ammenmärchen wie diese glaubt heutzutage zum Glück niemand mehr. Dabei kommunizieren Babys ihre Bedürfnisse bereits lange vor dem Schreien durch charakteristische Gesten und Gesichtsausdrücke. Wer diese so genannten Feinzeichen erkennt, kann noch besser auf die Bedürfnisse seines Kindes eingehen und Tränen mitunter ganz vermeiden.

Entspannter durch den Alltag

Bereits Neugeborene haben vielfältige Möglichkeiten, um mit ihrem Umfeld zu kommunizieren. Generell öffnen sie sich ihrer Umgebung, wenn sie bereit dazu sind und ziehen sich zurück, wenn es ihnen zu viel wird. Diese Art der Regulation zeigt sich einerseits anhand körperlicher Reaktionen wie dem Atemmuster, andererseits durch eine bestimmte Gestik und Mimik. Diese Signale werden Feinzeichen genannt. Eltern haben dadurch die Chance, ihr Baby besser zu verstehen und frühzeitig zielgerichtet auf seine Bedürfnisse einzugehen.

Den Baby-Code knacken

Um Feinzeichen zu verstehen, ist es hilfreich, die verschiedenen Wachzustände seines Babys einordnen zu können. Im Halbschlaf öffnet und schließt es wiederholt die Augen, der Blick ist abwesend. Aufnahmefähige, wache Babys haben offene Augen und wenden sich ihren Bezugspersonen aktiv zu. Sie lächeln, schmatzen und brabbeln. Das ist der beste Zeitpunkt zum Wickeln, Umziehen oder um allgemein mit dem Baby in Interaktion zu treten. Lassen das Interesse oder die Energie nach, wendet sich das Baby ab. Es schließt die Augen oder dreht den Kopf zur Seite. Auch der Gesichtsausdruck wirkt unzufrieden und müde. Manche Babys runzeln sogar die Stirn. Hinzu kommen körperliche Signale wie Gähnen oder eine schnelle Atmung. Wer diese Zeichen richtig deutet und umgehend für eine gewisse Reizabschirmung sorgt, verhilft seinem Baby langfristig zu mehr Entspannung und Ausgeglichenheit.

Stress erkennen

Nicht immer gelingt es, Anspannung niederschwellig abzuwenden. In diesen Fällen kommen weitere Feinzeichen zum Einsatz, die darauf hindeuten, dass eine Situation als Überforderung erlebt wird. So versuchen Babys sich in Stresssituationen oft mit den Händen zu beruhigen. Diese wandern dann vor den Mund und werden dort gefaltet oder zur Faust geballt. Möglicherweise rudert das Baby auch unruhig und unkoordiniert mit den Armen hin und her. Spätestens jetzt sollten Eltern Aktivitäten wie Körperpflege oder Spielen pausieren und darauf achten, ob das Baby neben Ruhe sonst noch etwas braucht.

Grundbedürfnisse erfüllen

Nicht immer ist Rückzug die einzig richtige Reaktion auf die Signale des Babys. So sind an Händen und Dingen Lutschen, Schmatzen und den Kopf hin und her Bewegen Zeichen für Hunger. Wenn ein Baby sich die Augen reibt, ist es müde. Ein wildes Fuchteln mit den Armen könnte darauf hinweisen, dass es hoch genommen werden möchte.

Fünf universelle Laute

Die Dunstan Babysprache geht sogar noch weiter. Vivian König zeigt in ihrem Buch „Was dein Baby dir sagen möchte: Hunger, Bauchweh, Windel voll – Babylaute, Mimik und Gesten richtig deuten“ und den zugehörigen Kursen das Babys weltweit die gleichen Reflexlaute verwenden. So gibt es zum Beispiel einen „Laut, der uns anzeigt, dass ein Baby Hunger hat, ist „NEH“. Er entsteht durch den bei Hunger einsetzenden Saugreflex, bei dem dein Kind seine Zunge immer am Gaumen entlang nach hinten bewegt.“

Fazit

Neugeborene sind zweifelsohne hilflos und völlig auf die Versorgung durch eine Bezugsperson angewiesen. Die Natur hat Babys aber mit einem komplexen Kommunikationssystem ausgestattet, um sich diese Hilfe von ihrem sozialen Umfeld zu holen. Im Idealfall lässt sich durch die richtige Deutung der Feinzeichen Schreien gänzlich abwenden. Denn, wähnt sich das Baby einmal in Not, kann es langwierig und schwierig sein, es wieder zu beruhigen.

Cover: Babybuch

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„Was dein Baby dir sagen möchte: Hunger, Bauchweh, Windel voll – Babylaute, Mimik und Gesten richtig deuten“
Autor: Vivian König
Humboldt Verlag

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