Windeln: So werden Kleinkinder trocken – Diese 7 Tipps helfen

Das Trockenwerden ist der nächste große Schritt in der Entwicklung des Kindes und die Frage Wie wird mein Kind trocken wird zum zentralen Thema. Bei uns ging das ziemlich unkompliziert und schnell. Mit etwas mehr als zwei Jahren waren beide Kinder trocken. Es braucht viel Zeit, Übung und Konsequenz, dann klappt es bei jedem Kind.

Zweifellos sind Windeln eine tolle und praktische Sache. Aber Trocken-Sein ist definitiv besser für die Umwelt und die Ressourcen. Das ist unsere Überzeugung. Die Fairwindel hilft dabei, schneller Trocken zu werden.

Wir sind jetzt in der Serienproduktion der Fairwindel. Und dann passiert das: Gefühlt 100 Meter vor dem Ziel wird unsere Maus zum zweiten Geburtstag tagsüber trocken. Dann zwei Monate später auch nachts.

Wir werden oft gefragt, wie wir das geschafft haben. Tja, wir haben alle Ratschläge einschlägiger Literatur ignoriert und das Ganze mit Humor genommen. Großes Geschäft im Buddeleimer? Perfekter Anlass für reichlich Lob 😉

So werden Kleinkinder trocken

Wir haben für euch unsere Erfahrungen und Tipps zusammengestellt, damit auch dein Kind schnell und unkompliziert trocken wird:

1. Das Kind muss bereit sein

Wir haben gemerkt, dass die Windeln nach dem Schlafen trocken waren. Das ist mit ca. zwei Jahren bei den meisten Kinder der Fall, was eine Studie aus den USA bestätigt. Wir haben die Tochter dann konsequent auf die Toilette gesetzt. Und es klappte auch. Sie begann zu merken, dass es einen Zusammenhang zwischen Pullern und Nasswerden gibt, resp. sie nimmt das Signal “volle Blase” langsam wahr. Auch nahm es sie plötzlich wunder, was Mami, Papi und ihre Schwester auf der Toilette tun. Sie fand es interessant und wollte es selbst ausprobieren. Warum nicht? Das sind die besten Voraussetzungen.

2. Ohne Windel

Wie wird mein Kind trockenAls im Mai das Wetter sehr schön wurde, haben wir unsere Tochter im Garten windelfrei laufen lassen. Aus ganz pragmatischen Gründen: zwischen Planschbecken und Matschepampe im Buddelkasten blieb nichts trocken. Also lief sie so rum, wie Gott sie geschaffen hat. Punkt.

Plötzlich hielt sie inne und machte ein erschrockenes Gesicht. Warum sind die Beine auf einmal nass?! Die erste Erkenntnis: Pipi ist nass. Das schöne Wetter hielt dieses Jahr zuverlässig an. Nach zwei oder drei Wochen gab es nur noch sehr selten nasse Beine. Stattdessen ein gefülltes Töpfchen. Klar passieren ab und zu “Unfälle”: Eine Pfütze auf dem Parkett. Voller stolz kam sie zu uns und erklärte: “Bumm!” Wer kann da schon böse sein.

Für das Bettchen empfiehlt sich ein wasserdichter Schutz für die Matratze, falls Nachts etwas daneben geht. Und ganz wichtig, vor dem Zubettgehen nicht mehr viel Trinken und Pipi machen gehen.

3. Gelassenheit

“Unfälle” passieren. Und wenn man denkt, das Kind ist jetzt trocken, kommt nochmal eine Phase, die uns anderes lehrt. Das ist normal und kein Drama. Da hilft weder Schimpfen noch Ermahnen. Einfach gelassen sein, wenn mal was daneben geht.

Falls unterwegs keine Toilette in der Nähe ist, tut es auch das nächste Gebüsch. Das gehört auch dazu 🙂

4. Konsequent sein und nicht aufgeben

Wenn es schon gut klappt, dran bleiben und nicht wieder zur Windel greifen. Das ist besonders in der Phase wichtig, wo das Kind trocken war und dann wieder einpullert. Darum immer einen Satz Ersatzwäsche dabei haben. Das entspannt die Ausflüge sehr!

5. Routine hilft ungemein – üben, üben, üben

Das zuverlässige Trocken-sein braucht im Kleinkindalter noch viel Routine. Das war jedenfalls unsere Erfahrung mit unserer großen Tochter. Das Erinnern an die Toilette hat bei ihr auch mit 4 Jahren noch Wunder gewirkt 😉

Bei der kleinen Maus gibt es entsprechend sehr viele Toiletten-Erinnerungs-Momente: Beim Aufstehen, nach dem Frühstück, bei der Ankunft in der Kita, vor der Autofahrt…

Mittlerweile sagt sie allerdings deutlich und zuverlässig, wenn sie gar nicht auf die Toilette muss. Ihr merkt: Sie hat sogar ihre Abneigung gegen das Sprechen überwunden. Und quatscht uns seither ein Ohr ab, als wenn sie die unverbrauchten Worte der letzten sechs Monate noch loswerden muss.

6. Animieren zum Pipimachen

Jetzt ist es auch höchste Zeit für neue Unterwäsche. Zum Pipimachen braucht das Kind eine Hose, damit es selbstständig die Hose runterziehen und auf die Toilette gehen kann. Wie stolz unsere Tochter war, als sie berichtete, sie war pullern. Auch wenn doch das eine oder andere Tröpfchen daneben ging. Anfangs haben wir unsere kleine Tochter oft ermutigt auf die Toilette zu gehen, bis sie selbst gemerkt hat, wann es soweit ist. Und natürlich wenn wir das Haus verlassen, kommt die obligate Frage: “Musst du noch auf die Toilette?”

7. Was sonst noch hilft 

  • Unsere Kita half eifrig mit: windelfrei, Töpfchen und Geduld (es gab nur einen einzigen “Unfall”!)
  • Die große Schwester hat sie gern mit auf die Toilette genommen 😉
  • das warme Wetter und der Garten waren Gold wert
  • ein Frotteehandtuch auf dem Kindersitz im Auto und im Kinderwagen hat mich entspannt (wäre einfacher zu waschen als der ganze Sitz – wurde aber nie nass)
  • meditieren, lachen und entspannen 😉

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